Steffi Nürnberger 

Nachdem mein junger Lusitano-PRE-Mix von mehreren renommierten Trainern aufgegeben wurde (weil er immer wieder plötzlich vollkommen kopflos davonraste und nicht zu bremsen war), bekam ich von einer Freundin den Tipp "Probiers mal bei der Kathi, die kennt sich mit Problempferden aus!". Nach einem Anruf im Reitzentrum Schluxen sagte mir Kathi: "Wir haben hier einen PRE Wallach, der hat seine Besitzerin schon zwei mal ins Krankenhaus gebracht. Morgen läuft er in der Reitstunde mit, da kannst du ihn dir anschauen." Also bin ich am nächsten Tag nach Österreich gefahren und beim Anblick dieses einst so schwierigen Pferdes (das übrigens ziemlich genau die gleichen Probleme hatte wie mein eigenes) war klar: diesen Weg will ich auch gehen!
Seitdem fahre ich regelmäßig zum Unterricht nach Schluxen. Zuerst haben wir mit meinem Pferd an der Hand gearbeitet, dann kam der Reiter zur Handarbeit dazu und später konnte ich tatsächlich alleine reiten. Mittlerweile kann ich sogar entspannt ins Gelände gehen und heute sind wir das erste mal angaloppiert - und zwar ganz entspannt, ohne kopflos davonzurasen. Ein unheimlich schönes Gefühl!!!
Kathi hat von Anfang das Potential in meinem Pferd erkannt, an es geglaubt und mir einen Weg aufgezeigt, der zwar lang und arbeitsintensiv war, bei dem mein Pferd und ich aber stetig in winzig kleinen Schritten voran gekommen sind. Heute bin ich einfach nur stolz auf mein Pferd und gespannt wo die Reise noch hingeht, alles ist nun möglich.
Vielen vielen Dank dafür!!!



Tanja Hollmann 

Ich kam vor ca. 2 Jahren mit meinem damals 6jährigen und hypersensiblen PRE Wallach Latino zu Kathi. Er war zu der Zeit seit ca. 8 Monaten in meinem Besitz und durch zwei Unfälle nicht mehr reitbar. Satteln ja - aufsteigen nein....

Zuerst machten wir einen ehrlich Check von unserem Ist-Zustand. Pferd und Reiterin, sowohl körperlich als auch psychisch. Diese ehrliche und exakte Rückmeldung half mir zu verstehen, warum wir beide an diesem Punkt waren und ich bekam eine leise Ahnung von Zusammenhängen im Bezug auf Blokaden, Reitweisen und meinem eigenen Lernweg!

Die ersten Wochen arbeiteten wir täglich an der Longe und ich lernte die Arbeit an der Hand Schritt für Schritt mit meinem Pferd kennen. Dadurch konnten sich bei Latino seine Blokaden im Beckenbereich verbessern, er wurde im Rücken freier und baute Kondition und Kraft auf. Nach ca. 6 Wochen und täglichem Training machten wir einen Versuch, aufzusitzen. Aufsitzen und wieder runter. Die nächsten Wochen wurden eine Kombination aus Reiten und Arbeit an der Hand. Latino und ich lernten die Lektionen unterm Sattel, die wir vorher an der Hand vorbereitet hatten. Wir steigerten das Pensum langsam und Schritt für Schritt, um uns nicht zu überfordern.

Bis zum ersten mal angaloppieren dauerte es ca. 9 Monate. Selbst nach dieser kontinuierlichen Trainingsarbeit war es anfänglich noch nicht möglich, Latino im Galopp zu setzen. Er wurde hektisch und suchte sein Heil im Vorwärts. Durch das fast tägliche Reiten und Arbeiten an der Hand, sehr vielen Ups und Downs..(wesentlich mehr downs!!), noch mehr Geduld, immerwieder Frust und Reflektieren meines eigenen Handelns ist es uns mittlerweile gelungen, aus meinem besten Lehrmeister der letzten zwei Jahre, ein Pferd zu machen, das ich auf dem Reitplatz am langen Zügel über Stangen galoppieren kann, das überall stehen bleibt zum Auf-u. absteigen und mit dem ich den Anfang machen durfte, in die Welt der Klassischen Dressur hineinzuschnuppern.

Wärend dieser, für mich herausfordernden, spannenden Zeit, habe ich sehr bewusst gemerkt, dass sich Reiterin und Pferd gemeinsam entwickel dürfen. Für meinen Lernprozess  war es  wichtig, mir zu erlauben, Fehler zu machen.

Ich freu mich, weiterhin mit Latino zu lernen und mich mit ihm weiterentwickeln zu dürfen!

Danke Kathi für Deine Zeit, deine Geduld und deine gnadenlose Ehrlichkeit!!

Liebe Grüße aus Lindenau